Der Containerterminal Burchardkai (CTB) macht einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem der weltweit größten Containerterminals - INFORM-Software übernimmt seit Anfang Juni schrittweise den Containerumschlag
Die von INFORM beim Hamburger Containerterminal Burchardkai (CTB) eingeführte neue Logistik Software läuft seit Anfang Juni erfolgreich im Live-Betrieb. Das gemeinsam mit der Hamburg Port Consulting GmbH (HPC) entwickelte System TERMINALSTAR ersetzt die bisher vorhandene Terminal-IT und wird von nun an sukzessive den gesamten Umschlag von derzeit 2,6 Millionen Standardcontainern jährlich übernehmen. Bis zum Jahr 2014 werden es sogar 5,2 Millionen Container sein, denn bis dahin wird der CTB seinen Ausbau zu einem der weltweit größten Containerterminals abschließen.
TERMINALSTAR optimiert in Echtzeit den Umschlag der Container sowie den Einsatz der Umschlagsgeräte (Portalkräne und Straddle-Carrier). Außerdem übernimmt die Software die Stellplatzzuweisung für die Container. Durch intelligente Optimierungsalgorithmen sowie einer effizienten Flächennutzung erhöht der CTB die Produktivität seiner Umschlagsleistungen.
Für den Ausbau des Terminals ist die Integration der neuen Software ein entscheidender Baustein. Schließlich strebt der CTB mit TERMINALSTAR eine Verdoppelung des Containerumschlags an – und zwar ohne eine Vergrößerung der Terminalfläche. Aus diesem Grund stellt der CTB schrittweise das bisher ausschließlich mit Straddle Carriern betriebene Lager auf ein mit vollautomatischen Portalkränen ausgerüstetes, kompakt gestapeltes Blocklager um. Hierfür ist die Einführung einer neuen Logistik Software unerlässlich. Denn das bisher von CTB eingesetzte Steuerungssystem ist nicht für die Steuerung der vollautomatischen Portalkräne ausgelegt.
Mit TERMINALSTAR ist der CTB in der Lage, neben umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten zur Steuerung der operativen Abläufe auch komplett neue Betriebsstrategien zu nutzen. Hierzu gehört unter anderem das „Pooling“ der Umschlaggeräte. Waren diese bisher fest bestimmten zur Be- und Entladung der Schiffe eingesetzten Containerbrücken zugeordnet, so werden sie jetzt im „Pool“ verwaltet und bedarfsgerecht eingesetzt. TERMINALSTAR kommuniziert neben den Gerätesteuerungen auch mit den angrenzenden administrativen Systemen und tauscht bei Bedarf mit diesen Daten aus.
Die Einführung von TERMINALSTAR bedeutete eine große entwicklungstechnische Herausforderung. Denn die Integration des neuen Systems erfolgte ohne Unterbrechung der betrieblichen Abläufe und bei voller Auslastung der Terminalkapazität. Für eine solche „Operation am offenen Herzen“ war es nötig, TERMINALSTAR mit dem bisher eingesetzten Steuerungssystem über eine Schnittstelle zu verbinden und alle Bewegungen innerhalb der verschiedenen Systeme konsistent zu halten. Diese anspruchsvolle Lösung bietet heute einen enormen Vorteil. Bis zur vollständigen Übernahme des Containerumschlags durch TERMINALTAR kann der CTB die Abfertigung der Schiffe über beide Systeme parallel durchführen und somit sukzessive das Umschlagvolumen im neuen operativen Steuerungssystem erhöhen. Bei Bedarf ist es außerdem möglich, ohne größere Reibungsverluste von einem auf das andere System umzuschalten.
